Mehr als eine Toolschulung

AI Literacy endet nicht mit einer Grundlagenschulung zu ChatGPT oder Copilot. Wer ein einzelnes Werkzeug bedienen kann, kennt noch nicht die Bandbreite dessen, was heute möglich ist – und erkennt nicht, wo im eigenen Arbeitsalltag der eigentliche Hebel liegt. Für uns bedeutet AI Literacy: Mitarbeitende überblicken die Möglichkeiten als Ganzes, wählen für eine Aufgabe das passende Werkzeug und erkennen selbst, wann sich ein Prozess mit KI oder Automatisierung wirksam verbessern lässt. Diese Urteilsfähigkeit lässt sich nicht in einer Toolschulung vermitteln – sie entsteht aus Verständnis, Erfahrung und Übung an echten Aufgaben.

Vier Ebenen
der KI-Kompetenz

Verstehen. Wie Sprachmodelle arbeiten, warum sie Fehler machen und wo ihre Grenzen liegen. Ohne dieses Grundverständnis bleiben Ergebnisse Glückssache.

Auswählen. Die Werkzeuglandschaft ist breit: Chat-Assistenten, integrierte Assistenz in Office und IDE, Automatisierungsplattformen, eigene Assistenten und Agenten, lokale und europäische Modelle. Kompetenz heißt, für eine konkrete Aufgabe das passende Werkzeug zu kennen – und zu wissen, wann keines davon die richtige Antwort ist.

Anwenden. Präzise formulieren, Kontext bereitstellen, Ergebnisse iterativ verbessern und ihre Qualität belastbar prüfen. Handwerk statt Zufallstreffer.

Erkennen. Der eigentliche Wert entsteht, wenn Mitarbeitende ihre eigenen Prozesse mit anderen Augen sehen: Welche wiederkehrende Aufgabe kostet regelmäßig Zeit? Wo entstehen Medienbrüche? Was ließe sich automatisieren, was besser mit KI unterstützen, was bleibt bewusst manuell? Diese Ebene unterscheidet Anwender von Gestaltern.

Rechtlicher
Rahmen

Seit dem 2. Februar 2025 ist KI-Kompetenz im EU AI Act verankert. Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen oder anbieten, müssen für ein ausreichendes Kompetenzniveau der damit befassten Mitarbeitenden sorgen. Maßgeblich sind dabei Vorwissen, Erfahrung, Aufgabenbereich und der konkrete Einsatzkontext – eine Schulung nach Schema F erfüllt diesen Anspruch nicht.

Wir sehen darin keine Pflichtübung. Ein Programm, das Mitarbeitende tatsächlich handlungsfähig macht, erfüllt die Anforderung ohnehin – und zahlt gleichzeitig auf Produktivität und Qualität ein.

So unterstützen
wir Sie

Standortbestimmung. Wo steht Ihr Unternehmen? Welche Werkzeuge sind im Einsatz, welche Regeln gelten, wo bestehen Unsicherheiten? Daraus entsteht ein Bild der tatsächlichen Bedarfe statt einer Wunschliste. Zielgruppengerechte Trainings. Fachbereiche, Führungskräfte und Softwareentwickler brauchen unterschiedliche Inhalte, unterschiedliche Beispiele und unterschiedliche Werkzeuge. Wir schneiden die Inhalte entsprechend zu.

Herstellerunabhängige Orientierung. Wir schulen in der Tool-Welt, die bei Ihnen im Einsatz ist – und bringen gezielt Kompetenz für unterschiedliche KI-Plattformen, europäische Modelle und Open-Source-Alternativen mit, wo Souveränität und Datenschutz das erfordern.

Prozessblick statt Feature-Show. Teilnehmende arbeiten an ihren eigenen Aufgaben. Am Ende steht nicht die Kenntnis von Funktionen, sondern eine Liste konkreter Anwendungsfälle aus dem eigenen Arbeitsbereich.

Sicherer Umgang. Wer KI-Modelle oder Agenten auf interne Daten lässt oder Prozesse automatisiert, muss wissen, was erlaubt ist – und wo die Grenze liegt. Verantwortungsvoller Datenumgang, klare Grenzen für autonome Prozesse, Human-in-the-Loop als Prinzip, Sicherheit als Grundvoraussetzung in der Arbeit mit KI. Klare Leitplanken schaffen die Sicherheit, die produktive Nutzung erst ermöglicht.

Das Ergebnis

Mitarbeitende, die KI nicht nur bedienen, sondern einordnen können: Sie kennen die Werkzeuglandschaft, wählen bewusst aus, beurteilen Ergebnisse kritisch – und bringen von sich aus Vorschläge ein, wo sich Arbeit besser organisieren lässt.

FAQ –
Fragen rund um KI-Kompetenz

Der EU AI Act verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen dazu, Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz der Personen zu ergreifen, die in ihrem Auftrag mit KI-Systemen arbeiten. Die entsprechenden Vorgaben gelten seit dem 2. Februar 2025.

Die Anforderung betrifft nicht nur Unternehmen, die selbst KI-Systeme entwickeln. Auch Unternehmen, die KI-Systeme im Arbeitsalltag einsetzen, müssen sich mit dem Thema KI-Kompetenz beschäftigen – beispielsweise bei der Nutzung generativer KI oder von KI-Assistenten.

Nicht alle Mitarbeitenden benötigen zwangsläufig dieselben Kenntnisse. Entscheidend ist, wer mit welchen KI-Systemen arbeitet und in welchem Kontext diese eingesetzt werden. Deshalb können unterschiedliche Schulungsinhalte für Anwender, Führungskräfte oder Softwareentwickler sinnvoll sein.

Typische Inhalte sind Grundlagen der Künstlichen Intelligenz, Chancen und Grenzen von KI, der sichere Umgang mit generativer KI, Datenschutz und Informationssicherheit, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die kritische Bewertung KI-generierter Ergebnisse. Hinzu kommen praktische Übungen und konkrete Anwendungsfälle aus dem Arbeitsalltag.

Der EU AI Act schreibt kein bestimmtes AI-Literacy-Zertifikat vor. Unternehmen sollten jedoch nachvollziehbar dokumentieren, welche Maßnahmen zum Aufbau von KI-Kompetenz durchgeführt wurden.

Nicht jeder Mitarbeitende benötigt zwangsläufig dasselbe KI-Wissen. Ein Softwareentwickler, der täglich mit GitHub Copilot arbeitet, benötigt andere Kompetenzen als ein Mitarbeiter im Marketing, der generative KI für Texte und Bilder verwendet. Ebenso unterscheiden sich die Anforderungen an Führungskräfte von denen an Mitarbeitende, die KI-Systeme administrieren oder technisch entwickeln.

Eine sinnvolle AI-Literacy-Strategie kann deshalb unterschiedliche Zielgruppen berücksichtigen.

Mitarbeitende und Anwender

Sie sollten beispielsweise verstehen:

  • Was kann generative KI?
  • Welche Informationen dürfen eingegeben werden
  • Wie zuverlässig sind KI-generierte Ergebnisse?
  • Wie müssen Ergebnisse überprüft werden?
  • Welche internen Regeln gelten für den KI-Einsatz?

Führungskräfte

Zusätzlich können Themen relevant sein wie:

  • Welche Chancen bietet KI für unseren Bereich?
  • Welche Risiken entstehen?
  • Welche KI-Anwendungen dürfen eingesetzt werden?
  • Wie verändern sich Arbeitsprozesse und Verantwortlichkeiten?
  • Welche Kompetenzen benötigen die Mitarbeitenden?

Softwareentwickler und IT-Teams

Hier können die Inhalte deutlich technischer werden:

  • GitHub Copilot und andere Coding Assistants
  • KI-gestützte Softwareentwicklung
  • Qualität von KI-generiertem Code
  • Security
  • Datenschutz
  • Testing und Code Reviews
  • Large Language Models und APIs
  • Integration von KI in eigene Anwendungen

Genau deshalb sind zielgruppenspezifische Schulungen häufig sinnvoller als eine einzige allgemeine KI-Schulung für das gesamte Unternehmen. Die EU-Kommission bestätigt ausdrücklich, dass unterschiedliche Schulungsniveaus und Lernansätze angemessen sein können

Ihr Ansprechpartner: Tim Neumann

Tim Neumann Gedoplan

In einem ersten unverbindlichen Gespräch klären wir gemeinsam, welche KI-Kompetenzen Ihr Unternehmen benötigt und wie eine passende Schulung oder Beratung aussehen kann.

Gerne stellen wir uns Ihnen persönlich vor und zeigen Ihnen unseren Fahrplan zum Aufbau von AI Literacy in Ihrem Unternehmen. Gemeinsam besprechen wir Ihre Anforderungen und entwickeln einen passenden Weg, um KI-Kompetenz praxisnah und nachhaltig bei Ihren Mitarbeitenden zu verankern.